Superfood hier, Superfood da – eine Zeit lang wurde der Begriff ja ganz schön überstrapaziert und vor allem für besonders ausgefallene Lebensmittel, die geniale Wirkung auf den Körper haben, verwendet. Das kratzte zum Teil schon hart an der Grenze zum Nervigsein ...

Je mehr man sich aber mit dem beschäftigt, was man so tagein, tagaus isst, wird klar: wir könnten zwar auch Wow-Food oder Wie-cool-ist-das-bitte-Food sagen, aber das Wort Superfood trifft den Nagel eh schon perfekt auf den Kopf! Es gibt allerdings eine Ergänzung zur ursprünglichen Verwendung: nicht nur Chiasamen, Gojibeeren & Co. verdienen diese Beschreibung. Wir sind förmlich umgeben von Superfood! Jeder Spaziergang über einen Markt und jeder Einkauf in der Obst- und Gemüseabteilung eines Supermarkts sind in Wahrheit so, als würde man sich in einer Apotheke oder einem Wellbeing-Store umsehen. Viele Lebensmittel, die für uns ganz alltäglich sind, haben nämlich unfassbare Power und können viel bewirken. Voraussetzung ist natürlich, dass man sie regelmäßig zu sich nimmt. Eine Banane hie und da ist fix zu wenig.

Bei unseren Recherchen nach den gesündesten Ingredients (die auch noch fantastisch schmecken sollten), haben wir uns in zwei Obstsorten quasi schockverliebt, die wir eigentlich schon als Kind gekannt haben. Sie sind die besten Beispiele dafür, dass wir von Superfood umgeben sind – und stecken deshalb gleich in mehreren unserer Säfte.

1. Ananas

Sie trägt nicht umsonst eine Krone und wird die Königin der Früchte genannt. Es ist kaum zu glauben, was in diesem kalorienarmen Früchtchen alles steckt. Neben dem perfekt ausbalancierten Geschmack von milder Säure und zarter Süße liefert sie auch noch lauter Dinge, die man zwar nicht schmeckt, aber auch nicht missen will: Ballaststoffe, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Jod, Zink, Vitamin C, Vitamin B – also ein wahres Vitamin- und Mineralstoffbömbchen! All das hemmt Entzündungen, stärkt das Immunsystem, wirkt antimikrobiell und hat auch noch entgiftende Eigenschaften. Wer regelmäßig zur Ananas greift, unterstützt damit sogar die Blutdrucksenkung. Die Superheldenwaffe der Ananas ist allerdings das Enzym Bromelain: es bringt die Eiweißverdauung auf Touren, lindert Menstruationsbeschwerden und hilft dem Körper, Lebensmittel so aufzuspalten, dass sie optimal verwertet werden können. Und all das bei unfassbaren 85 Prozent Wassergehalt. Ganz schön wow!

2. Äpfel

Kaum ein Obst ist hierzulande allgegenwärtiger als Äpfel. Schon bei den Römern gab’s 37 Sorten, heutzutage stehen wir bei bereits 7.500 Varianten. Süß, säuerlich, erfrischend – für jeden gibt es die richtige Sorte! Und die Superpower von Äpfeln? Man weiß ehrlicherweise gar nicht, wo man anfangen soll, um all das aufzuzählen ... Du solltest sie auf jeden Fall immer mit Schale essen, weil vor allem darin viele wertvolle unverdauliche Ballaststoffe stecken, die cholesterinsenkend, blutzuckerregulierend, darmreinigend und verdauungsfördernd wirken. Äpfel sind echte Mineralstoffwunder und reich an sekundären Pflanzenstoffen, was sie zu wirksamer Gehirnnahrung macht. Die Inhaltstoffe lindern zudem Entzündungen und Verdauungsbeschwerden und helfen, den Wasserhaushalt des Körpers beim Sport und in stressigen Zeiten zu unterstützen. Äpfel wirken zudem auch noch beruhigend. Seit wir all das wissen, können wir von den Normalo-Früchtchen kaum mehr genug bekommen!

Überrascht? Keine Sorge, da bist du nicht allein. Uns ging es genauso, als wir all das herausgefunden haben! Und seither muss man uns nicht zwei Mal sagen, mehr Obst zu essen – oder zu trinken :-)