Was ist RAW überhaupt?

„Wenn man Lebensmittel pasteurisiert, beraubt man ihn seiner Seele“

– harte Aussage mit wahrem Kern. Wo liegt der Unterschied zwischen RAW, sprich natürlichen und unerhitzen Lebensmitteln und pasteurisierten?


Das Pasteurisieren

In der Regel haben Getränke aus dem Supermarktregal ein langes Haltbarkeitsdatum am Etikett vermerkt. Es ist davon auszugehen, dass eine gewisse Verarbeitung einhergeht, selbst wenn am Getränk groß „100% rein“ vermerkt ist. Smoothies und Säfte werden häufig der Verarbeitungs- und Konservierungsmethode Pasteurisieren ausgesetzt.

Beim Pasteurisieren der Smoothies und Säfte werden die Getränke für wenige Sekunden auf 85 Grad erhitzt, wodurch allerdings wichtige, hitzeempfindliche Vitamine wie B1 oder B6, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe leider verloren gehen.

Na klar haben pasteurisierte Smoothies und Säfte haben hier eindeutig einen Vorteil: sie sind länger haltbar. Allerdings ist genau das auch direkt ihr Nachteil. Denn die Smoothies und Säfte werden auf Kosten der lebensnotwendigen Nährstoffe haltbarer gemacht. Dies macht die leckeren Smoothie und Säfte doch gleich ein wenige unattraktiver.

Der deutlichen Vitamin- und Enzymverlust widerspiegelt sich wie schon wie bei der Milch am Aroma. Der Geschmacksverlust kombiniert mit Qualitätseinbußung und Nährstofffmangel, lässt einen überlegen, ob es sinnvoll ist, in Fertigprodukte zu investieren.

Selbst wenn ein Smoothie oder Saft mit „nicht aus Konzentrat hergestellt“ deklariert ist, sollte man nicht von einem Frischeprodukt ausgehen. Viele dieser Produkte bis zu einem Jahr in sauerstoffreichen Tanks gelagert – bei endgültiger Abfüllung leiden Geschmack und Qualität enorm.


Der Rohe

Eine Erhitzung über 42° zerstört großteils, wie eben erklärt, die kostbare Ausbeute an lebensnotwendigen Vitaminen und Enzymen. Gut vergleichbar mit dem menschlichen Körper – bei 42° Fieber wird es mit dem Überleben etwas knapp. Deshalb sprechen wir bei naturbelassenen Säften und Smoothies von RAW, volle Power oder living food … kurz gesagt: köstliche rohe Getränke die haltbar sind– nur eben nicht monatelang. Die Vorteile von rohköstlichen Smoothies und Säften sind enorm. Hier ein paar der wichtigsten:

Der Körper wird schnell und problemlos mit Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen und Enzymen versorgt. Die vorhandenen Antioxidantien unterstützen Heilprozesse aller Art. Nähr- und Vitalstoffe gelangen in wenigen Minuten in die Körperzellen und beginnen Reparaturprozesse zu unterstützen und zu beschleunigen. Automatisch eingeleitete Entgiftungprozesse helfen beim Abnehmen und Entschlacken.
Die schnelle Verdauungszeit entlastet das Verdauungssystem und das Aufnehmen von mehr Vitalstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen gelingt einfacher als mit der ganzen Frucht, weil diese Menge gar nicht in der Kürze der Zeit gegessen werden kann.

Fazit: Das Rohe fördert Wohlbefinden und Gesundheit ungemein. Ob als Saftkur, schnellen Snack ziwschendurch oder als Frühstpücksersatz … Säfte und Smoothie in Rohkostqualität erleichtert das Leben Wort wörtlich.


Michaela Russmann zeigt uns
Urban Monkey Smoothie Bowl

Für 1 Bowl voller Glücksgefühle

1 Flasche RAW 02 Smoothie von Urban Monkey – Mango Punch
1 TL Sesam
1 Kiwi
1 EL Granola mit Nüssen
1 TL Kokosflocken

Gut gekühlten Smoothie in deine Lieblingschüssel gießen. Kiwi schälen, halbieren und in Scheiben verarbeiten. Kiwi, Sesam, Granola und Kokosflocken hübsch am Smoothie garnieren und sogleich bei einem Lieblingsbuch, in die Luft schauend oder mit seinen Liebsten genießen.

Alle Bilder © Jochen Russmann (tykefilms) … ausser das Smoothiebowlbild … das hat Michis Iphone gemacht


Michaela Russmann Portrait
Michaela Russmann
Urban Monkey Contributor

Michaela Russmann liebt die kalte Küche. Ganz unter dem Motto RawUpYourLife bietet sie Workshops, Seminare, Brunch und Einzelcoaching zum Thema „Rohkost im Alltag„ an. „Nichts fühlt sich besser an, als gesund zu sein“, sagt Russmann und zaubert Gerichte weit weg von Gurkenscheiben und Karottensticks. Die Vielfalt der rohköstlichen Möglichkeiten zeigt sie in ihren zahlreichen Kochbüchern (bis dato 11 Stück) und DVDs zur roh-veganen Küche.

ABER VEGAN wurde 2013 vom vegetarischen Verbund Deutschland (VEBU) zu den TOP5 der besten vegetarischen Kochbücher gekürt. Der Random House Verlag konnte Michaela Russmann als Autorin für vegane Kochbücher gewinnen. Der Verlag Droemer Knaur veröffentlichte das Buch „ROHGENUSS – Herd aus, Glück an“. Als offizielle Botschafterin der FOOD-REVOLUTION von Jamie Oliver ist es ihr ein großes Anliegen, gesunde Küche in Schulen zu bringen. Einmal jährlich findet dazu im Mai der offizielle Foodrevolution Day statt. Zweimal konnte Wien dazu seinen Beitrag leisten. Hauptziel ist es, Schulen jährlich zu mehreren Projekten, punkto gesunde Ernährung zu bewegen. An den ersten Partnerschulen sind sie dran!

Michaela Russmann durfte den einzigen Bioladen „BioWerkstatt“ von 2011 bis 2017 im ersten Wiener Gemeindebezirk ihr Eigen nennen. Der Bioladen mit BioBistro (rein pflanzliche und auch vielfältige rohe Küche) fungiert als Fairteiler der Plattform Foodsharing. Foodsharing ist ein großangelegtes Projekt gegen Lebensmittelverschwendung und wurde im Mai 2013 von der Wiener Tafel und dem Lebensministerium ins Leben gerufen – ein Herzensprojekt von Russmann.

Von 2016 bis 2019 war sie Mitbegründerin und Mitideenfinderin des Projektes MiaVia – ein Gesundheitszentrum mit Restaurant im 3. Wiener Gemeindebezirk. Nach erfolgreichem Aufbau und einem Jahr im Alltagsgeschäft widmete sich Russmann wieder weiteren Projekten. Ihr momentaner Hauptaugenmerk liegt bei der ausgebildeten Kleinkindpädagogin und Soziologin im Bereich Foodtrend, Kinder und Ernährung, wie auch BIO. Als stellvertretende Obfrau des Vereins „Die BiowirtInnen“ ist sie im Bereich Kommunikation und Marketing ganz im Sinne für „BIO für alle“ ein. Das spiegelt die Situation in Deutschland wieder.

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